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Überblick über die Geschichte des Elizabeth Fort

 

Das Elizabeth Fort ist ein im 17. Jahrhundert erbautes, sternförmiges Fort in der Barrack Steet in der irischen Stadt Cork. Ursprünglich war es als Festigungsanlage außerhalb der Stadtmauern gedacht, doch schließlich wuchs die Stadt um das Fort herum und ihm wurden noch zahlreiche andere Rollen zuteil – unter anderem wurde es als Kaserne, Gefängnis und Polizeistation verwendet.

 

Das Fort wurde im Jahre 1601 nach der Schlacht von Kinsale durch Sir George Carew, dem Präsidenten von Munster, errichtet. Benannt nach Queen Elizabeth I., diente das Fort sowohl zur Verteidigung als auch als Symbol für die Macht Englands in Cork. Zu dieser Zeit baute man ähnliche Festungen auch auf Haulbowline Island am Hafen von Cork und in Kinsale (James Fort). Damals wurden Forts aus Holz und Erde errichtet, wie es auch heute noch am James Fort zu erkennen ist. 

 

Die erste Konstruktion hielt jedoch nicht lange. Nach dem Tod von Elizabeth I. im Jahre 1603 lehnten die Einwohner von Cork die Krönung von James I. ab. Die Bürger, die befürchteten, dass das Fort gegen sie verwendet werden würde, beschädigten es und brachten die sich darin befindlichen Waffen in die Stadt. Es dauerte jedoch nicht lange bis Lord Mountjoy und seine Streitkräfte die Stadt einnahmen und die Bürger dazu zwangen, das Fort auf eigene Kosten wieder aufzubauen.

 

Somit wurde das Fort während der Jahre 1624-1626 aus Stein wieder erbaut. Es war beim Wiederaufbau als das Fort seine sternform erhielt und diese hat es größtenteils bis in die heutige Zeit beibehalten.

 

Das Elizabeth Fort spielte bei vielen geschichtlichen Ereignissen der Stadt Cork eine Rolle. Ausgehend von der Rückeroberung Irlands durch Cromwell, wurden einige Veränderungen zur Verbesserung der Verteidigung am Fort vorgenommen. In erster Linie wurden die Schutzwälle erhöht.

 

Während des Williamite War in Irland, wurde Cork nach der Schlacht von Boyne zum jakobitischen Stützpunkt. Die Stadt und das Elizabeth Fort wurden über einige Tage hinweg belagert. Die Stadtmauern wurden durchbrochen und die Stadt sowie auch das Fort wurden umzingelt. Die Belagerung führte das Ende des Elizabeth Fort als Festigungsanlage herbei.

 

Im Jahre 1719 errichtete man eine Kaserne im Fort. Zu dieser Zeit wurden die Schutzwälle verdünnt, um den für die Unterbringung der Soldaten erforderlichen Platz bereitstellen zu können.

 

Im Jahre 1806 baute man im Norden der Stadt neue Kasernen, was zu Schließung der Kasernen im Elizabeth Fort führte. In den folgenden Jahren verwendete man das Fort für Gefangene, die auf ihren Transport warteten und später als Essenslager während der großen Hungersnot.

 

Danach wurde das fort wieder für militärische Zwecke verwendet, indem es zunächst als Station für die Cork City Artillery Militia diente und anschließend während des irischen Bürgerkriegs zur Basis der sogenannten “Black and Tans” wurde. In Folge des irischen Bürgerkriegs wurden die Gebäude innerhalb des Forts durch Streitkräfte, die gegen den Vertrag waren, niedergebrannt. Obwohl die Mauern des Forts überlebten, stammen die aktuellen Gebäude im Innern von einem Wiederaufbau nach diesem Brand. Bis vor kurzem befand sich in diesen Gebäuden noch eine Polizeistation.

 

Nun befindet sich das Elizabeth Fort in Besitz des Stadtrates von Cork und dieser plant das wertvolle Gebäude zu einer Touristenattraktion der Stadt umzufunktionieren. Aufgrund der Lage des Forts und des optimalen Geländepunktes über der Stadt, würde es ideal als Ausgangspunkt dienen, von dem aus die Besucher um die Stadt, den Bezirk und das Land geleitet werden könnten.